Wenn drei Berufstätige gut verdienen und regelmäßig über Bad und Küche diskutieren, würde ich eine gemeinsam bezahlte Putzhilfe zumindest nicht für absurd halten. Natürlich kann man selbst putzen. Man kann aber auch entscheiden, dass ein Teil des WG-Budgets lieber Geld als jeden Sonntag schlechte Stimmung kostet.
Seit ich häufiger von zu Hause arbeite, würde ich bei einer WG auf andere Dinge achten als früher.
Eine Party am Samstag wäre mir ziemlich egal. Zwei Menschen, die montags gleichzeitig Videocalls in der Küche führen, deutlich weniger.
WG-Kompatibilität hängt offenbar auch vom Arbeitsmodell ab.
Nach einem Jobwechsel in eine neue Stadt sofort allein eine perfekte Wohnung zu suchen, kann ziemlich viel auf einmal sein.
Ein WG-Zimmer für ein halbes Jahr ist dann nicht unbedingt ein Rückschritt. Man lernt die Stadt kennen, hat eine Adresse und kann später entscheiden, in welchem Viertel man überhaupt dauerhaft wohnen möchte.
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